Dieser Blog handelt von Hope, unserem Frühchen.
Ihr Handicap: Sie wurde in der 23+4 Schwangerschaftswoche geboren. Damit ist sie ein sogenanntes Extrem-, oder Micro-Frühchen.
Ihr Vorteil: Ihr relativ gutes Gewicht von 680g und ihr unglaublicher Kampfgeist.
Man sagt, sie wird als SuperHope in die Annalen der Super-Frühchen eingehen.
Es ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, gerade anfangs überwiegen die Tiefen. Darauf ist man nicht vorbereitet. Die Freuden einer Geburt werden augenblicklich von den Sorgen über das Frühgeborene überdeckt.
Gleichzeitig nimmt man Abschied von dem Teil des Kindes, dessen weiteren Schwangerschaftsverlauf man zu kennen glaubte und dessen Geburt man sich herbeisehnte. Denn den Tag, an dem das Kind in seiner Babytrage voller Stolz heim gebracht würde, die ersten Tage, Wochen, Monate die einem vorschwebten, sogar die weitere Zukunft – all das wird es so nie geben. An dessen Stelle treten unmittelbare, markerschütternde Ängste um das Überleben des kleinen Wesens und Gedanken um eine andere Zukunft, eine mit Hindernissen, Beeinträchtigungen, vielleicht mit schweren Behinderungen.
Wie geht es weiter? Schaffen wir das? Schafft sie das? Was heißt das für unsere Zukunft? Wer kann uns helfen? Die Fragen und Ängste kennen kaum Grenzen. Das Loch in welches man fällt, erscheint einem schier endlos. Man ist verloren und muss dennoch voll da sein und stark sein für das Kind.
Vor allem darf man die Hoffnung nicht verlieren und sollte lernen, sich über jede positive Kleinigkeit zu freuen.
Hope 4 the Best!